Öffentliche Veranstaltung zur «Förderung der Biodiversität in der Stadt Willisau»

Öffentliche Veranstaltung zur «Förderung der Biodiversität in der Stadt Willisau»

Am Dienstag, 11. Juni 2024 lud die Stadt Willisau zu einer Veranstaltung zum Thema «Biodiversität im Siedlungsraum» ein. In der Festhalle konnte Stadträtin Sabine Büchli trotz schlechten Wetters gut 70 Personen begrüssen. In einem kurzen Eingangsreferat informierte sie über die Strategie der Stadt Willisau zu diesem sehr aktuellen Thema. Anschliessend wurde das interessierte Publikum in vier Gruppen aufgeteilt. An vier Posten wurden verschiedene Themen vorgestellt. Peter Marti vom Werkdienst informierte über Neophyten, Problematik, Artenkenntnisse und Bekämpfung. Pius Häfliger stellte am Haldenweg das in den zwei letzten Jahren realisierte Biodiversitätsprojekt im Siedlungsraum vor. Guido Häfliger informierte über die Bemühungen, in der Landwirtschaft der Biodiversität mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der vierte Posten wurde von NaturNetz Region Willisau betreut. Pius Kunz erzählte hier Spannendes über das Leben von Mauer – und Alpenseglern. Er informierte über die laufenden Inventararbeiten und zeigte anhand von Beispielen, wie wichtig diese Arbeit für den Erhalt dieser grossartigen Flugkünstler ist. Am Rand wurde auch die Thematik Glasschlag von Vögeln erwähnt. Nach Abschluss des Rundganges lud die Stadt zu einem Apéro ein. Bis spät in die Nacht wurde eifrig diskutiert.

P. Kunz am Mauerseglerstand

Ich fand die Veranstaltung spannend, interessant und zukunftsweisend. Es gab viele neue Kontakte und verschiedene Player bildeten ein Ganzes. Das Publikum war sehr interessiert. Stadt und Umwelt – und Energiekommission, Werkhof, Vernetzungsprojekt und NaturNetz zogen an einem Strick, gute Voraussetzungen, um vorwärts zu machen.

Besten Dank noch an Fränzi und Pius Korner und den Werkhof für Auf – und Abbau des Standes.

Verfasst von Pius Kunz

Eisvogel und Biber im Ostergau 2024

Eisvogel und Biber im Ostergau 2024
Biberdamm (T. Kummer)

Knapp 40 Personen fanden sich an diesem herrlichen Frühlingsmorgen erwartungsvoll im Ostergau ein. Bessere Bedingungen kann man sich für eine solche Veranstaltung nicht wünschen. Nach ein paar Ausführungen zur Geschichte der Weiherlandschaft wurde der Rückgang der Amphibienpopulation thematisiert. Natürlich waren alle Anwesenden gespannt auf den Eisvogel. Die Brutwand ist repariert und wäre für den geschützten Vogel bereit. Leider hat er sich aber diesen Frühling noch nicht im Gebiet gezeigt. Stockente, Kormoran und Blässhuhn liessen sich gut beobachten, die jungen Graureiher auf ihren Horsten machten mit lautem Rufen auf sich aufmerksam. Die Gruppe verschob sich dann an den Waldrand und lauschte dem Gesang von Buchfink, Rotkehlchen, Sommergoldhähnchen und Mönchsgrasmücke. Bei einem weiteren Halt wurde die Welt der Libellen kurz vorgestellt. Das Ostergau mit seinen 39 beobachteten Arten ist im Kanton Luzern einer von mehreren Hotspots. Seit einigen Jahren lebt auch die Ringelnatter wieder im Ostergau, das belegen gefundene Eierschalen und Schlangenhäute, die gezeigt wurden. Schliesslich bestaunten die Exkursionsteilnehmer:innen die eindrücklichen «Biodiversitätsmassnahmen» der Biber, die seit einigen Jahren im Ostergau hausen.

Eisvogelwand (T. Kummer)

Toll, dass sich so viele Leute für die Biodiversität im Ostergau interessieren.

Verfasst von Pius Kunz

Seniorengruppe auch im neuen Verein im Einsatz

Seniorengruppe auch im neuen Verein im Einsatz (Einsatz Haldenweg 2024)

Eigentlich ist es in diesem Jahr schon der vierte Einsatz der Gruppe, denn auch die Amphibienaktionen wurden zum grössten Teil aus diesem Pool gestemmt. Trotz launischem Aprilwetter trafen sich am Freitag, 19. April, fünf Helfer am Haldenweg.

Pius M., Sepp M. und Hansruedi M. nach erledigter Arbeit. Pius Ku. und Armin Th. fehlen auf dem Bild. (P. Kunz)

Verschiedene Arbeiten waren zu erledigen. Zwei Herren rückten einmal mehr den Dornenranken bei der Hecke auf die Pelle. Nach mehrjähriger Arbeit haben wir die nun ziemlich im Griff. Sepp schnitt im oberen Bereich den schnellwachsenden Hasel zurück, damit Schneeball, Pfaffenhütchen und Kreuzdorn im unteren Bereich genug Licht erhalten. Zwei Helfer stachen in einer neu angesäten Blumenwiese Placken. Durch die Erdbewegungen (Vorbereitung für Neusaat) wurden die Plackensamen im Boden anscheinend wieder aktiviert. Nach zwei Stunden waren die Arbeiten erledigt und alle machten sich auf den Heimweg, teilweise durchnässt und erdverschmiert. Die gemütliche Abschlussrunde bei einer Stange sparen wir uns für den nächsten Einsatz auf.

Verfasst von Pius Kunz

Frühexkursion ins Wauwiler Moos 2024

Frühexkursion ins Wauwiler Moos 2024
(M. Kunz)

Am 14. April trafen sich knapp 20 naturbegeisterte Frühaufsteher:innen im Wauwilermoos bei strahlendem Frühsommerwetter. Ein Wanderfalke überraschte die Gruppe. Vielleicht haben ihn die vielen Hohltauben angelockt, welche an diesem Tag im Wauwilermoos rasteten? Dominik Henseler informierte über die Geschichte des Wauwilermooses und erläutertet seine aktuelle Bedeutung für rastende Zugvögel und für einige z.T. andernorts nicht mehr häufige Brutvögel. Seit mehreren Jahren beherbergt das Wauwilermoos die grösste Kiebitzkolonie der Schweiz und ist daher für das Vorkommen des Kiebitzes in der Schweiz von sehr grosser Bedeutung. Es ist enorm wichtig, dass die Biodiversität bei der aktuell anstehenden Meliorationsplänen berücksichtigt wird.

(M. Kunz)

Die Kaffeepause am Beobachtungsturm war eine willkommene Aufwärmpause. Sie wurde durch den Gesang des Rohrschwirls begleitet. Beobachtungen von Schwarzkehlchen, Feldlerchen, Rotfuchs und Kiebitze, die gemeinsam ihre Nester gegen Rotmilane und Krähen verteidigten, rundeten die Exkursion ab.

Verfasst von Fränzi Korner

 

Amphibienaktion Mülital 2024

Amphibienaktion Mülital 2024

Es ist mir seit Jahren bekannt, dass im Mülital im Bereich der Fischbecken, viele Amphibien die Strasse queren. Auf Intervention von Christof König haben wir uns entschlossen, auch hier schützend einzugreifen. 8 Personen haben am 20. Februar den Zaun aufgestellt. Der Zaun wurde anschliessend an die Räumungsarbeiten im Ostergau von der gleichen Arbeitsgruppe abgebaut. Material und Werkzeug wurden vom Werkdienst transportiert. Alle Kontrollgänge wurden von Christof König, der dort wohnt, durchgeführt. Er zählte rund 4000 Tiere, vor allem Erdkröten und Grasfrösche. Auch einige Bergmolche waren dabei, möglicherweise auch ein Fadenmolch. Er beobachtete trotz Zaun mehr als 200 überfahrene Tiere.

Zaunaufbau (P. Kunz)

An dieser neuen Zugstelle sollte auch nächstes Jahr ein Amphibienzaun gestellt werden.
Für eine längerfristige Lösung sollten die neuen Besitzer in die Planung einbezogen
werden.

Verfasst von Pius Kunz

Amphibienaktion Ostergau 2024

Amphibienaktion Ostergau 2024

12 Personen haben mitgeholfen, den Zaun am 8. Februar aufzustellen. Das Wetter war sehr angenehm und die Arbeit nach gut einer Stunde erledigt. Der Werkhof hat uns beim Materialtransport wieder tatkräftig unterstützt. Urs Vogel hat uns die kleine Furche mit seiner genialen Spezialpflugschar gezogen. Schon in der ersten Nacht waren Tiere unterwegs, der Zaun wurde also nicht zu früh gestellt. Ein Team von 12 Personen war für die abendlichen und morgendlichen Kontrollgänge zuständig. Freitag, 22. März wurde der Zaun wieder abgebaut. 8 Personen halfen mit, so war die Arbeit bei gutem Wetter schnell erledigt. Den Materialrücktransport erledigte wieder der Werkhof. Der Negativtrend hielt weiter an: Total 684 Tiere. 640 Erdkröten, 20 Grasfrösche, 9 Bergmolche, 12 Grünfrösche, 3 tote Tiere auf der
Strasse.

Erdkröte (P. Kunz)

Der Rückgang der gezählten Tiere ist beunruhigend, vor fünf Jahren lag der Durchschnitt noch deutlich über 3000 Tieren. Auch die Laichaktivität an den Weihern ist deutlich geringer. Ich hoffe sehr, dass LAWA und Karch aktiv werden und versuchen, die Ursachen zu klären.

Verfasst von Pius Kunz